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AFRIKIKO
Kenia

Kenia Kaffee, Tee und Tourismus sind Kenias wichtigste Devisenbringer. Unter den ostafrikanischen Staaten gilt es als wirtschaftlich stabilstes Land. Dennoch verursachen die krassen sozialen Gegensätze in den ländlichen Regionen und das explosionsartige Bevölkerungswachstum Landnot, Arbeitslosigkeit und Abwanderung in die Städte.

Vier junge Männer der Familien Njeru und Gachago gründeten AFRIKIKO, was auf Kikuju bedeutet "Afrika ist hier". Die Kikuju sind traditionell im Handel tätig. Sie arbeiten mit Handwerkern in ganz Kenia zusammen. Ihr Anliegen ist es, Originalität und Qualität im Handwerk zu fördern.
AFRIKIKO bietet seinen Handwerkern ein stabiles Einkommen. Gute Handwerksarbeit wird mit 20% höheren Preisen als landesüblich belohnt. Dreiviertel des Auftragswertes wird vorfinanziert, ein zentraler Einkauf von Rohmaterialien ist geplant. Bei schlechter Auftragslage zahlt AFRIKIKO den Familien Unterhaltsgeld.

Vier Familien in Tabaka stellen Seifensteinschnitzereien für AFRIKIKO her. Neben dem Anbau von Mais und Bohnen ist die Schnitzerei ein wichtiges Zusatzeinkommen. Die Männer bearbeiten den Rohling, die Frauen übernehmen die Feinarbeit, das Glätten und Polieren. Kinder werden nicht in der Produktion beschäftigt. Sie sind bis zum sechzehnten Lebensjahr schulpflichtig. Der Kisii- oder Seifenstein wird im Südwesten Kenias abgebaut. Der Stein gehört zu den Steatiten und ist wegen des geringen Härtegrades leicht zu bearbeiten.
Alle Steinvorkommen stammen aus dem Ort Tabaka, nahe der Distrikthauptstadt Kisii. Der Abbau wird vom Staat streng kontrolliert. Eine industrielle Nutzung ist verboten, nur lizenzierte Handwerksbetriebe dürfen ihn verarbeiten.




 

 

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