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Stoffproduktion Guatemala
Guatemala
Stoffproduktion in Guatemala
Guatemala besitzt eine der lebendigsten Textilgeschichte Lateinamerikas. Handgewobene Stoffe bildeten die Lebensgrundlage tausender Familien im Hochland. Unter dem Preisdruck internationaler Konkurrenz begann ein rasanter Qualitätszerfall, mit dem der Zerfall der handwerklichen Textilproduktion einherging. Peter Höltschi von El Tucan, seit 1984 jährlich mehrere Wochen in Guatemala lebend, sah diesen Zerfall kommen und legte 1992 den Grundstein für eine extilproduktion, die heute, 2008 zwei Dutzend Kunsthandwerker in den Departementen Solola, Totonicapan und Quiché beschäftigt.
Die Stoffe von El Tucan basieren auf den traditionellen kunsthandwerklichen Techniken, unterscheiden sich aber in der Qualität durch die benutzten Rohstoffe. So bilden mercerisierte Baumwolle (Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens, der Festigkeit, Dehnung und Elastizität durch Behandlung mit 20 bis 30% Natronlauge unter Spannung und/oder Streckung) und schadstofffreie Farbstoffe die Grundlage für Produkte mit europäischen Qualitätsstandards.
Das El Tucan Stoffdesign kombiniert guatemaltekisches Kulturgut und
europäische Farbvorstellungen und sämtliche Schnittmuster - ob Kinderkleider oder Männerhemden - basieren auf internationalen Konfektionsstandards.
Die grössten Herausforderungen der El Tucan Stoffproduktion:
- Durch die Einzigartigkeit der El Tucan Stoffproduktion können nur wenige
Synergien mit anderen Stoffproduktionen genutzt werden.
- Produktionsstrukturen aus dem 18. Jahrhundert müssen ins 21.
Jahrhundert transformiert werden, ohne die Handarbeit grundsätzlich zu
ersetzen.
- Die Produzenten sind von den europäischen Qualitäts.- und
Geschmacksvorstellungen weit entfernt.
- Der Verkauf auf dem lokalen, guatemaltekischen Markt ist sehr schwer, denn die
Produkte sind für die meisten Einheimischen zu teuer.

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