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Erste Kontakte der gebana zu Bauern in der Region von Capanema gehen auf das Jahr 1997 zurück. Der erste Import von Soja erfolgte im Jahr 2000. Nach verschiedenen Schwierigkeiten mit den damals aktiven Exporteuren entschied die gebana im September 2002, gemeinsam mit lokalen und schweizerischen Investoren die Firma Cataratas do Iguaçu Alimentos Organicos Ltda. ("gebana Brasil") zu gründen. So wurde es möglich, direkt mit den Bauern und ihren Organisationen zusammenzuarbeiten und auf Fragen der Qualität und des fairen Handels direkt Einfluss zu nehmen. Der erfolgreiche Aufbau und das rasche Wachstum der gebana Brasil hat sowohl für die Bauern als auch für die gebana neue Perspektiven eröffnet.
Gebana Brasil beschäftigt heute 15 Personen in einem fixen Anstellungsverhältnis. Das Personal besteht aus erfahrenen Fachleuten, die seit vielen Jahren im Bereich der landwirtschaftlichen Bioproduktion arbeiten. Zur Erntezeit und bei Verarbeitungsspitzen arbeiten bis zu 20 weitere Arbeiter in zeitlich begrenzten Anstellungsverhältnissen.
Die Herausforderungen für die Zukunft sind gross. Einerseits hat die Region Capanema seit drei Jahren grosse Ernteausfälle wegen Trockenheit zu verzeichnen. Verschiedene Bauern sahen sich deshalb 2006 ausserstande, die Vorfinanzierungen zurückzubezahlen. Die gebana Brasil musste gemeinsam mit den Bauern Wege suchen, diese schwierige Situation zu überbrücken und möglichst gute Voraussetzungen zu schaffen für die nächste Ernte. Eine weitere grosse Herausforderung ist die Wechselkurssituation. Die brasilianische Währung, der Real, ist in den letzten Jahren stark valorisiert worden. Gebana Brasilien versucht darauf mit effizienteren Abläufen und neuen Produkten mit mehr Wertschöpfung zu reagieren. Schliesslich besteht ein ständiger Spagat darin, die Kriterien des Fairen Handels auch da zur Anwendung zu bringen wo der (Bio)markt nicht gewillt ist eine Prämie zu bezahlen oder langfristig loyal zu sein.
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